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Die Leihmutterschaft ist der Prozess des Austragens und Gebärens eines Kindes auf Grundlage eines Vertrags zwischen einer Leihmutter (einer Frau, die ein Kind nach dem Transfer eines Spenders Embryos austrägt) und den potenziellen Eltern, die aus medizinischen Gründen nicht in der Lage sind, selbst ein Kind auszutragen und zu gebären.
Ist es möglich, ein Leihmutterschafts Programm nur nach Wunsch zu nutzen?
Es ist nicht möglich, ein Leihmutterschafts Programm lediglich nach Wunsch oder ohne medizinische Indikationen in Anspruch zu nehmen.Für die Nutzung dieses Programms gelten folgende medizinische Indikationen:
- Fehlen der Gebärmutter.
- Deformation der Gebärmutterhöhle oder des Gebärmutterhalses aufgrund angeborener Fehlbildungen oder nach chirurgischen Eingriffen bzw. gutartigen Tumoren, die eine Schwangerschaft unmöglich machen.
- Strukturelle oder anatomische Veränderungen des Endometriums, die zum Verlust der Rezeptivität führen, wie etwa Gebärmutter Verwachsungen (Synechien), die nicht behandelbar sind.
- Schwere somatische Erkrankungen, bei denen das Austragen einer Schwangerschaft die Gesundheit oder das Leben der Frau gefährdet, jedoch nicht die Gesundheit des ungeborenen Kindes beeinflusst.
- Wiederholte erfolglose Versuche der In-vitro-Fertilisation (IVF) (vier oder mehr), bei denen mehrfach hochwertige Embryonen gewonnen, aber nach ihrem Transfer in die Gebärmutter keine Schwangerschaft erreicht wurde.
Wer kann Leihmutter werden?
Leihmutter kann eine Frau werden, die:
- volljährig und geschäftsfähig ist.
- mindestens ein eigenes gesundes Kind hat.
- keine medizinischen Kontraindikationen für das Austragen einer Schwangerschaft aufweist.
Eine verheiratete Frau kann nur mit der Zustimmung ihres Ehemannes Leihmutter werden.
Die Leihmutter darf gleichzeitig keine Eizellspenderin sein, d. h., sie hat keine genetische Verbindung zum neugeborenen Kind.
Wie wird das Leihmutterschafts Programm durchgeführt?
- Auswahl der Leihmutter.
- Vorbereitung der Embryonen/Kryoembryonen.
- Vorbereitung des Körpers der Leihmutter auf die Schwangerschaft und den Ausschluss ihrer Ovulation.
- Transfer des Embryos in die Gebärmutter der Leihmutter.
- Kryokonservierung (Lagerung) der nicht verwendeten Embryonen.
- Bestätigung der Schwangerschaft zwei Wochen nach dem Embryotransfer.
- Überwachung des Schwangerschaftsverlaufs bei der Leihmutter.
- Festlegung der Entbindungsmethode, des Geburtsortes und der Ernährungsmethode des Neugeborenen in Absprache mit dem behandelnden Arzt.
Die Geburt kann gemeinsam mit den genetischen Eltern und der Leihmutter stattfinden.
Trotz der medizinischen, moralischen, ethischen und rechtlichen Besonderheiten des Leihmutterschafts Programms bietet es einer bestimmten Gruppe von Frauen, für die es auf den ersten Blick keine Möglichkeit auf ein eigenes Kind zu geben scheint, die Chance auf Mutterschaft.