Wann öffnet sich das Implantationsfenster?
Die Einnistung ist ein wichtiger und sehr präziser Vorgang, bei dem der Embryo die Gebärmutterschleimhaut berührt und durchdringt und eine Schwangerschaft ermöglicht. Dies geschieht zwischen dem 19. und 24. Tag eines normalen 28-tägigen Menstruationszyklus, wenn der Eisprung um den 14. Tag dieses Zyklus auftritt.
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Embryoimplantation
Ein Embryotransfer während eines ART-Zyklus sollte zu einem optimalen Zeitpunkt im Fenster erfolgen, um die Chancen der Einnistung des transferierten Embryos zu optimieren. Dazu ist es notwendig, sowohl den Embryo als auch das Endometrium richtig vorzubereiten.
Der Embryo muss seine Zellen innerhalb von 5-6 Tagen korrekt teilen und das Blastozystenstadium erreichen, er muss von ausreichender Qualität und auch genetisch gesund sein. Seine Chancen auf eine Implantation sind derzeit am höchsten.
Währenddessen muss das Endometrium in der Gebärmutterhöhle empfänglich sein, damit sich der Embryo daran anheften kann. Diese Anfälligkeit wird im Laufe des Menstruationszyklus erworben. Das Endometrium verdickt sich, seine Blutgefäße und Sekrete nehmen zu.
Wenn sowohl der Embryo als auch das Endometrium bereit sind, muss eine wirksame Verbindung zwischen ihnen für die Einnistung bestehen. Dies geschieht in vier Schritten:
1. Die Vorkontaktphase beginnt, wenn sich die Blastozyste an der richtigen Stelle im Endometrium befindet.
2. Appositionsphase. Dies geschieht, wenn die Zellen des Trophektoderms (zukünftige Plazenta) der Blastozyste mit den Zellen der epithelialen Auskleidung des Endometriums durch deren Verlängerung, sogenannte spitze Stiele, in Kontakt kommen.
3. Adhäsionsstadium. Dazu gehört die molekulare Vereinigung zwischen beiden Zelltypen.
4. Invasionsphase. Dabei dringt die Blastozyste in das Endometriumstroma ein, zerstört die Basalmembran der Epithelauskleidung, die die Epithelzellen trennt, und kommt mit den Blutgefäßen der Mutter in Kontakt.
Von diesem Moment an und für die nächsten 9 Monate entwickelt sich das Baby dank der Verbindung, die in diesem sehr frühen Stadium zwischen ihnen hergestellt wurde, in der Gebärmutter der Mutter.